Eberkopf   Wendisch Evern-
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  Die Schule in Wendisch Evern
  Baugeschichte
 
  Aus der Schul-Chronik, die Lehrer Lindloff ca. 1880 begonnen hat.  
 
   Chronik-Text   Lage der Alten Schule  
 
"Das jetzige Schulhaus ist das dritte Schulgebäude. Das schon früher Seite 3 genannte Haus wurde im Jahre 1824 verkauft, und das danebenstehende Gebäude No 16 käuflich erworben. Nachdem dieses bis 1840 gestanden und den Anforderungen nicht genügte, wurde an der Ostseite des Dorfes 1841 ein besonderes Schulhaus errichtet, 15 Meter lang, 10,1 Meter breit mit einer Wohnstube nebst Schlafkammer, Küche, Speisekammer, Keller, Dreschdiele, Ställe u. s. w. 1858 wurde, da die Schulgemeinde Hagen sich mit Wendisch=Evern vereinigte, auf Kosten der Gemeinde Hagen, die Länge von 3,1 Meter an das Schulhaus angebaut. 

(Das 2. Schulhaus stand etwa dort, wo heute der Garten des Hauses Lüneburger Str. 1 ist. J. L.)

 
 


 
 
 
  Zeichnung Alte Schule

Die Zeichnung habe ich nach einer Vorlage angefertigt, die Lehrer Scheling etwa Mitte der 1920er Jahre, als große aufrollbare Wandkarte des Dorfes wohl als Anschauungsmittel für die Schüler, gezeichnet hat. In einer Ecke der Karte hat er das damalige Schulgrundstück und das Schulgebäude im Grundriss gezeichnet.
Herr Scheling hat das Gebäude nicht vermessen, sondern es aus seiner Vorstellung gezeichnet.

Aus der Chronik: ... Somit bekam die Schulstube, sowie auch die Küche, solche ungewöhnliche Länge. Da an der südöstlichen Seite ein Raum entstand, wurde daselbst noch eine kleine Stube eingerichtet.





 
 


 
 

Alte Schule“ ca. 1936. In diesem Jahr wurde das Reetdach durch ein Ziegeldach ersetzt.. Bereits vorher lagen um die Schornsteine herum aus Sicherheitsgründen Ziegel. Die Ziegel liegen bereits vor dem Haus.

An den Schornstein in der Mitte des Hauses war eine Räucherkammer angeschlossen, die bis zum großen Umbau durch die AWO noch existiert hat.

 
 


 
 
 
         
      Auf der Südseite des Hauses gab es eine Maulbeerhecke, die zusammen mit dem großen Maulbeerbaum an der Ostseite des Schulgrundstückes gepflanzt wurde, als Schulen im Krieg verpflichtet waren, Seidenraupen zu halten. Die Seide wurde z.B. für Fallschirme gebraucht.
Die Maulbeer-Hecke war für viele Schülergenerationen ein beliebter Spielplatz. Sie wurde zerstört, als das Haus umgebaut wurde.
Der große Maulbeerbaum zwischen Grundschule und dem Stallanbau der Alten Schule musste im Jahr 2015 abgesägt werden, weil er krank war. Ein Stumpf blieb stehen, weil es die Hoffnung gab, dass er wieder austreiben würde. Die Hoffnung hat sich aber nicht erfüllt.

 

Aus der Chronik:
Im Schuljahr 1945/46 wird der Unterricht  in zwei Schichten von 7-10 Uhr für das 3. - 8. Schuljahr und von 10-12 Uhr für das 1. + 2. Schuljahr durchgeführt.
1949 gingen 196 Schüler in die Wendisch Everner Schule

Die zunächst von der Gemeinde finanzierte 2. Lehrerstelle bekam 1946 Fräulein Petersen (Zähle). Sie übernahm das 1.-3. Schuljahr mit 90 Kindern. 1949 - als die Neue Schule” gebaut wurde - wurde eine 3. Lehrerstelle eingerichtet.

Chronik: Am 29. Oktober 1945 wurden 19 Schulanfänger in die Schule aufgenommen und werden jeden Nachmittag von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr unterrichtet.




Heinz Ortmann war nach Kriegsende dem Dorf als Lehrer zugeteilt worden und war hier Schulleiter bis zu seiner Pensionierung 1978. Sein Vorgänger Wittmann durfte nicht mehr unterrichten und war auch von der Dorfbevölkerung nicht mehr gewollt.

Kurz nach dem Krieg gab es sehr viele Kinder in Wendisch Evern. Die Einwohnerzahl war durch Flüchtlinge stark gestiegen. Der eine Klassenraum reichte darum nicht mehr aus, auch wenn in Schichten Unterricht gehalten wurde.

1959 kam Lothar Zimny an die Wendisch Everner Schule. Er übernahm  die Schulleitung von Frau Zähle, bis auch er 1989 pensioniert wurde.

Weitere Lehrer in Wendisch Evern








Richtfest 1949

Aus der Chronik: Der Schulneubau soll in 2 Bauabschnitten fertig gestellt werden. Im Jahre 1948 soll der erste Klassenraum erstehen und im folgenden Jahr der zweite. Nachdem die Gemeinde aus der Erbschaftsauseinandersetzung über Neuhagen mit Lüneburg eine Einigung erzielt hat, soll aus diesen Geldern, der 2. Klassenraum gebaut werden. Bereits in der Woche wo der Bau begann wurde am 9.X.49 vormittags um 1000 Uhr feierlich in einer kurzen, schlichten Feierstunde der Grundstein für den Schulneubau gelegt. Herr Superintendent Meyer, Lüneburg hatte sein Erscheinen zugesagt und unter der Eingangstür in der Mitte wurde eine Glashülle mit einer Urkunde, der Lüneburger Zeitung vom 8.X., einer Lebensmittelkarte, sowie einem Bebauungsplan dem Fundament übergeben, um der Nachwelt ein Zeugnis von dem Wirken der Gemeinde des Nachkriegsdeutschland zu vermitteln.

1. Richtfest der „Neuen Schule“ im Oktober 1949



erster Bauabschnitt Neue SchuleZeichnung nach einer Handskizze in der Chronik.

Der Pfeil zeigt auf die Stelle vor dem damaligen Eingang, an der die erwähnte "Glashülle" im Fun­dament eingemauert wurde.


Die beiden ältesten Gemeinderäte, Herr Lübbecke aus Alt-Hagen und Herr Gieseler, ein Flüchtling aus Stettin, legten den Grundstein. Es war für die Anwesenden des Dorfes ein historischer Augenblick, der auch in den verschiedensten Bildern festgehalten worden ist.

Bereits wenige Tage nach der Grundsteinlegung, am 15.X.49 nachmittags um 1500 Uhr wurde in Anwesenheit vom Herrn Regierungsrat Evers, Landratsamt Lüneburg, sowie Herrn Regierungsinspektor Grohmann, Schulabteilung, Landratsamt, den Gemeinderäten und der Dorfeinwohnerschaft wurde das Richtfest gefeiert

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Neue Schule 1955

Schule 1986

Der 2. Bauabschnitt ist fertig 1955 - Frau Zähle hat lange ihre Dienstwohnung im Dachgeschoss der „Neuen Schule” gehabt












Gesamte Schule 1990




Am Anfang der 90er Jahre war die Schülerzahl bis auf 32 zurückgegangen. Einige Kinder von Asylbewerbern, die im Hause Ringstraße 1 untergebracht waren, haben die Anzahl der Schüler über 30 gehalten. Sie nahmen am normalen Unterricht teil und wurden an einem Nachmittag von einem türkischen Lehrer (Nurhan Yalcin) zusätzlich betreut.











1993 wurde der Anbau zwischen „Neuer Schule“ und „Alter Schule“ errichtet. Dabei hat niemand darauf geachtet, dass das Fundament des Anbaus etwas über die Grenze des Grundstücks der „Alten Schule“ hinausgeht.


Lehrer: Frau Müller, Frau Leupold, Frau Butenschön, Frau Backhaus




Schulanbau 1993

Schulgrundstück


Anbau auf den Hof 1993



5. April 1996



Dachausbau 5. April 1996



Im Dorf wurde weiter gebaut (Hundeberg, Lüneburger Straße) und die Schülerzahlen sind gestiegen. Es wurde ein vierter Klassenraum gebraucht.
Es gab den Vorschlag, ähnlich wie den Anbau von 1993 einen weiteren Anbau nach Süden in den Garten hinein zu bauen. Eltern und Lehrer haben dagegen vorgeschlagen, die Lehrerwohnung unter dem Dach zu einem Klassenraum auszubauen.
Das war zwar mit Schwierigkeiten verbunden, wurde aber schließlich umgesetzt. Das ganze Dach wurde abgenommen und die Decke wurde verstärkt.
Die Giebel blieben stehen, sie wurden mit dicken Balken gesichert.
Die Sirene wurde abgenommen und in der Ecke hinter dem Anbau auf einem hohen Mast wieder aufgebaut. Am Schluß wurde auch das Türmchen wieder aufgesetzt und sogar das Schlagwerk der Uhr, das 30 Jahre lang nicht mehr funktioniert hatte, wurde repariert.




Bevor der Umbau beginnen konnte musste der Spitzboden ausgeräumt werden. Dort lagen alte ausgesonderte Schulstühle und eine große Menge alter Schulhefte von ehemaligen Schülern.
Die Hefte wurden mit Hilfe von Eltern nach Namen sortiert und gebündelt und bei einem Fest gegen eine Spende an die ehemaligen Schüler zurückgegeben.

Dabei wurden auch einige Stühle verkauft. Das Geld kam den Schülern zugute.
Viele Hefte sind übriggeblieben. Sie liegen jetzt auf dem Boden der Alten Schule. Wer meint, dass seine Hefte dort sein könnten, der kann sich an den Verein Alte Schule wenden. Der wird sich über eine angemessene Spende freuen. Hier finden Sie eine Liste mit den Namen auf den Heften. Suchen Sie Ihren Namen!
Auch einige historische Wandkarten aus der Schule werden auf dem Boden der Alten Schule aufbewahrt.





März 2013



März 2013


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Weitere Bilder sind hier zu sehen:




Fünf Bilder und eine Karte
Gang durch das Dorf im April 2016



Bilder von 2010
Wendisch Evern früher/heute Bilder zum Vergleichen



Bilder aus alten Alben
Bilder aus dem Flugzeug von 1999